Mrz 182013
 

Andreas HuckeleIm Vorfeld des Symposiums zur Causa Kremsmünster bringt der Standard ein ausführliches Interview mit dem Geschwister-Scholl-Preisträger Andreas Huckele, der bei der Veranstaltung am kommenden Donnerstag den 21. März auch das erste Referat halten wird. Details zum Programm und den weiteren Referenten sind auf folgender Seite verfügbar:
http://symposium.neukremsmuensterer.at

 
“Ich habe mit meiner Biografie Frieden geschlossen”, Der Standard, 19. März 2013

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Mrz 082013
 

Mit dem Strafverfahren gegen einen ehemaligen Pater des Stiftsgymnasiums Kremsmünster, dem jahrzehntelanger sexueller Missbrauch von Schülern vorgeworfen wird, beschäftigt sich derzeit das Justizministerium.

Die Staatsanwaltschaft Steyr plant, Anklage zu erheben. Weil die Causa brisant ist, wurde sie aber zum „berichtspflichtigen Akt“ erklärt und die Akten sind in den vergangenen Wochen die „Weisungsleiter“ von der Oberstaatsanwaltschaft „nach oben“ ins Ministerium nach Wien gewandert. Wie lange die rechtliche Prüfung dauern werde, sei nicht seriös abschätzbar, sagt ein Behördensprecher. Wenn ein Strafverfahren „berichtspflichtig“ ist, müssen die weisungsbefugten Oberbehörden das Vorhaben der Staatsanwaltschaft (entweder Einstellung oder Anklageerhebung) genehmigen.

Wie berichtet, soll der 79-jährige ehemalige Chorleiter und Konviktsdirektor von den 70er-Jahren bis in die frühen 90er-Jahre Zöglinge missbraucht haben. Die renommierte Gerichtspsychiaterin Heidi Kastner stellte in einer Expertise bei den Opfern schwere psychische Dauerschäden durch wiederholten Missbrauch fest. Der Geistliche soll auch illegal eine Pumpgun besessen haben.  

Kremsmünster: Justizministerium prüft Strafakt OÖ Nachrichten, 07.03.2013

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Mrz 062013
 

Mit 1. März hat das IPP München im Auftrag des Stifts mit der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in Kremsmünster begonnen, konkrete Details zu den Zielen und der Methodik der Studie wurden jetzt auch auf der Stiftshomepage veröffentlicht.

Eine Gruppe mit je drei Vertretern der Betroffenen und der Seite des Stifts soll gemeinsam den Fortschritt der Studie begleiten, dies ist eine ähnliche Vorgangsweise wie auch schon im Fall Ettal durchaus erfolgreich angewendet wurde. Das IPP München hat auf Initiative des dortigen Vereins der Betroffenen in den letzten beiden Jahren eine ähnliche Studie durchgeführt, die nun auch am 7. März vorgestellt werden soll.

Die noch offenen Fragen, wie etwa die Errichtung eines Mahnmals auf dem Stiftsgelände, werden am 11. März in der nächsten Sitzung im Zivilprozess gegen das Stift erörtert werden. Nach Abschluss der Studie und des Verfahrens gegen Mandorfer wird dann auch noch unabhängig von der Arbeit der Klasnic Kommission die Frage der tatsächlichen Entschädigung der zahlreichen Opfer zu klären sein.

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Feb 212013
 

Am Donnerstag den 21. März wird im Wissensturm der Stadt Linz erstmalig ein Symposium zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Stift Kremsmünster stattfinden. Diese Veranstaltung will Historikern, Psychologen, Juristen, Theologen und auch den Betroffenen ein Podium bieten, um deren Vorschläge, Erfahrungen und Perspektiven in den Aufarbeitungsprozess einzubringen.

Programm als PDF

Prim. Dr. Heidi Kastner, Gerichtsgutachterin und Psychiaterin
Andreas Huckele, Autor, Absolvent Odenwaldschule
a. Univ.-Prof. Dr. Michael John, Historiker, Universität Linz
Univ.-Prof. Dr. Josef C. Aigner, Psychologe, Universität Innsbruck
Univ.-Prof. Dr. Alois Birklbauer, Jurist, Universität Linz
Mag. P. Maximilian Bergmayr, Lehrer, Stift Kremsmünster
Mag. Jürgen Öllinger, Pfarrer, Absolvent Kremsmünster
Moderation: Mag. Wiltrud Katherina Hackl, freie Journalistin

Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Vortragsblöcke von 13h-18h und eine abschliessende offene Podiumsdiskussion von 18h-20h, moderiert von Wiltrud Hackl. Weitere Programmdetails und Informationen zu den einzelnen Referenten sind online verfügbar: http://symposium.neukremsmuensterer.at/

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Feb 192013
 

Im Fall des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs von Zöglingen durch einen Pater des Stiftes Kremsmünster warten der Beschuldigte und die Opfer nun gespannt auf die Anklage der Staatsanwaltschaft Steyr. Die Ermittlungen gelten längst als abgeschlossen. In der Vorwoche wollte die Steyrer Anklagebehörde eine Entscheidung verkünden. Doch die Oberstaatsanwaltschaft Linz ließ die Akten anfordern, um den Fall noch einmal zu überprüfen. Dies sei in öffentlichkeitswirksamen Verfahren auch so üblich, sagt ein Behördensprecher. Geprüft werde nun, ob das Vorhaben der Steyrer Staatsanwälte korrekt sei. Die Prüfung werde „mehrere Tage“ dauern.      

Oberstaatsanwalt prüft die Akten OÖ Nachrichten, 19.02.2013

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Feb 102013
 

Dr. Franz Wurst Die OON und der Standard berichten über Mandorfers Verhältnis zum verurteilten pädophilen Mörder und damaligen Klagenfurter Kinderarzt Dr. Franz Wurst. Mandorfer selbst beschreibt in den Ermittlungsakten aus dem Jahr 2008, dass Wurst im Auftrag des Stiftsgymnasiums jahrelang die Genitalien von Schülern “vermessen” habe. Er rechtfertigt sein pädophiles Verhalten mit dem Rat von Dr. Wurst, derartige Untersuchungen selbst durchzuführen wo ihm diese “wünschenswert” erschienen.

War pädophiler Arzt auch in Kremsmuenster aktiv? OÖ Nachrichten, 10.02.2013

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Jan 312013
 

ARD Diskusssion zum Thema Missbrauch vom 17. Januar 2013, Zu Gast sind: Pola Kinski (Schauspielerin), Andreas Huckele (Buchautor und ehem. Odenwaldschüler), Ursula Enders (Leiterin Beratungsstelle “Zartbitter e.V.”), Prof. Dr. Christian Pfeiffer (Direktor Kriminologisches Forschungsinstititut Niedersachsen) und P. Dr. Hans Langendörfer SJ (Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz).

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Jan 052013
 

Ehemalige Zöglinge klagen das Stift Kremsmünster: Zusagen zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle seien nicht eingehalten worden. Nach Ansicht der an der Aussprache teilnehmenden Opfer habe die Stiftsleitung damals drei verbindliche Zusagen gemacht: Entschuldigung samt Schuldeingeständnis der Mitwisserschaft des Stifts gegenüber allen bekannten Opfern bis längstens 15. April 2012. Errichtung eines Mahnmals bzw. einer Gedenktafel am Gelände des Stifts, wobei der Text wie auch die Positionierung mit den Opfern abzustimmen seien.

„Wir haben lediglich vereinbart, dass das Stift zu den Forderungen Stellung nehmen wird. Das ist auch geschehen“, erklärt der Abt. „Wir sind an einer wissenschaftlichen Aufarbeitung der bedauerlichen Vorfälle interessiert, aber lassen uns diese nicht diktieren.”

Otmar Lahodynsky: Kremsmünster, Perfides System aus Terror und Angst, Profil 01/2013

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Dez 072012
 

KREMSMÜNSTER. Am Montag hat Pater A. (79), der des Missbrauchs von Zöglingen beschuldigte frühere Internatsleiter im Benediktinerstift Kremsmünster, der Staatsanwaltschaft seine lang erwartete Stellungnahme übermittelt.

„Er erklärt darin, dass er zu den Vorwürfen keine Aussage machen wird“, sagte Andreas Pechatschek von der Staatsanwaltschaft Steyr.

Der gebürtige Kremsmünsterer, der von Papst Benedikt am 27. April 2012 persönlich in den Laienstand zurückversetzt wurde, wolle demnach keine Verantwortung für die von den Opfern zu Protokoll gegebenen Spätfolgen übernehmen.

A.s Anwalt Oliver Plöckinger bestätigte, dass sein Mandant von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch gemacht habe. Drei der ursprünglich 14 mutmaßlichen Opfer seien im Auftrag der Staatsanwaltschaft von der Linzer Psychiaterin Adelheid Kastner begutachtet worden. „In einem der drei Fälle könnte eine Gutachtensergänzung nötig werden“, sagt Plöckinger. Eine entsprechende Anfrage liege der Expertin bereits vor.

Pater A. soll von 1970 bis 1996 schwere Sexualverbrechen an Zöglingen begangen haben. Ob die Taten noch nicht verjährt sind, hängt davon ob, inwieweit den Opfern schwere seelische Dauerfolgen konstatiert werden. Justiz-Insider rechnen mit einer Anklageerhebung im Jänner 2013.

Pater A. schweigt sich aus, OÖ Nachrichten, 06.12.2012

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